Mal X - Astrid Esslinger
 
Reihe von Positionen zu Malerei Position 1 Astrid Esslinger Risikomaximierung kuratiert von Georg Ritter Eine Ausstellung der Reihe Zu Gast im KunstRaum Goethestrasse xtd Susanne Neuburger (MUMOK), Eröffnungsrede

"Beim Malen dient mir Risikobereitschaft als Taktik, ins Ungewisse zu manoevrieren, um eine dynamische und ueberraschende Bildloesung zu finden. Dem englischen Mathematiker und Philosophen John G. Bennett zufolge macht erst die Moeglichkeit des Versagens die Dinge "wirklich", sodass echte Freiheit nur in Lebenssituationen denkbar ist, deren moeglicher Ausgang tatsaechlich offen steht. Diese Unvorhersehbarkeit ermoeglicht dem Individuum eine tatsaechliche freie Willensentscheidung "beinhaltet also ein wirkliches Risiko. Chance und Gefahr bilden zusammen ein Risiko, das Antonym zu Risiko ist Sicherheit." Demnach meint Risikomaximierung einfach: den Mut haben, etwas zu tun und die Angst vor dem Unerprobten herauszufordern. Unsere totalitäre Werteordnung suggeriert enorme Gefahr bei Nichterfüllen gesellschaftlicher Erwartungshaltungen, Ausschluss aus Arbeitsmarkt und Konsumkreislauf drohen als schlimmste Konsequenz. Doch der Zeitpunkt scheint günstig, den eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten Bedeutung zu geben, denn die Sicherheitsversprechungen, mit denen sich dieser Wertekonsens legitimiert, lösen sich gerade in Luft auf. Sinnstiftung abseits monetärer Zielvorgaben, Glücksgefühl bei weniger materiellem Aufwand sind durchaus denkbar." Astrid Esslinger, 2008

 
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Mal X - Astrid Esslinger

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Astrid Esslinger
 

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  • Risikomaximierung - Foto: Otto Saxinger Risikomaximierung - Foto: Otto Saxinger
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